Multiplayer-Games – Gold für die Branche

Die Spielebranche freute sich in den letzten Jahren stets über steigende Umsätze. Dass inzwischen eine so große Zielgruppe neue Regungen in der Welt der Videospiele sofort registriert, hat nach der Meinung vieler Experten mit den Multiplayer-Games zu tun. Doch worin liegen ihre Besonderheiten und warum konnten sie die Umsätze der Entwickler in bisher ungeahnte Höhen treiben?

Die Trends der letzten Jahre

Erst durch die stetig Weiterentwicklung des schnellen Internets war es in den letzten Jahren möglich, den Multiplayer zum Durchbruch zu verhelfen. Während zu Beginn des Jahrzehnts etwa 20 Prozent der Gamer auf die Möglichkeit der Vernetzung setzten, stieg dieser Anteil bis zum Jahr 2018 auf über 80 Prozent an. Der Multiplayer ist so zum Kernstück vieler Spiele geworden, die heute auf den Markt gebracht werden. Dadurch steigt der Austausch zwischen den Spielern klar in der Rangliste der Bedeutung auf und liefert dem Games eine weitere interessante Facette.

Die Networks, die sich auf verschiedenen Plattformen entwickeln konnten, sind jedoch nicht allein für das gemeinsame Spielen von Vorteil. Auf der anderen Seite steigt die Zahl der Spieler, die dort sogleich Spielkäufe in die Wege leiten. Der Download ist inzwischen bei fast jedem Game flexibel durch PSN Guthaben möglich. Nicht selten bringt das Herunterladen der Datei sogar einen Kostenvorteil im Vergleich zum Kauf im Geschäft mit sich, den viele Endnutzer in Anspruch nehmen.

Die bescheidenen Anfänge

Wollte sich ein neues Game schon in der Mitte der 2000er Jahre mit einem Online-Modus in Szene setzen, so war dies eine schwierige Angelegenheit. Denn viele Spieler verfügten noch nicht über ausreichend schnelles Internet, welches es ihnen erlaubt hätte, in Echtzeit am Geschehen teilzuhaben und die verschiedenen Perspektiven zu entdecken. Aus diesem Grund bot sich eine deutlich kleinere Zielgruppe an, die mit dem Angebot erreicht werden konnte. Genau deshalb dauerte es noch einige Jahre, bis der Multiplayer die Massen erreichte.

Zu den Retro-Games, die den Multiplayer erst im Nachhinein zum Kern ihres Daseins machten, zählt die Fußballsimulation FIFA. Sie hält sich bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten erfolgreich am Markt, wandelte sich in ihrer Form jedoch sehr stark. Während bis zum Beginn dieses Jahrzehnts der Computer die gegnerische Mannschaft lenkte und sich der Schwierigkeitsgrad allein in vier Stufen untergliedern ließ, treten die Spieler heute online gegeneinander an. Durch die Möglichkeit, sich im Anschluss an solche Erfolge ein Team mit besseren Spielern zusammenzustellen, gibt es einen regelrechten Aufstieg, welchen die Akteure durchlaufen können. In den Augen vieler Experten hob dies den Wert der gesamten Markte noch einmal auf ein neues Niveau, wie es zu Zeiten der offline Version kaum für möglich gehalten wurde.

Grundstein für den E-Sport

Auch der E-Sport präsentiert sich als Szene, die erst auf der Basis der Multiplayer-Games entstehen konnte. Denn diese eigenen sich sehr gut, um sie zur Grundlage eines Wettbewerbs zwischen verschiedenen Spielern zu machen. Dies führt einerseits dazu, dass die Leistungen der Kontrahenten besser verglichen und bewertet werden können. Wer als E-Sportler dazu in der Lage ist, schneller zu reagieren und die bessere Taktik zu entwickeln, setzt sich am Ende durch. Auf der anderen Seite war es auf diese Weise möglich, den E-Sport interessanter für ein großes Publikum zu machen. Denn je direkter die Auswirkungen der Multiplayer Angebote sind, desto ansehnlicher wird eine Party. Spiele wie League of Legends machten das gemeinsame Rollenspiel aus diesem Grund schon vor Jahren zu einem absolut zentralen Element ihres Daseins, welches ihnen am Markt zu einem enormen wirtschaftlichen Erfolg verhalf, wie er in diesen Tagen kaum zu erreichen ist.

Chance für In-Game-Käufe

Leider sind bereits sehr viele Entwickler dazu übergegangen, den Multiplayer-Modus noch in einer anderen Richtung zu einer wirtschaftlichen Kraft zu machen. So können Spieler, die noch schneller Fortschritte im Spiel machen möchten, In-Game-Käufe tätigen. Dadurch lassen sich zum Beispiel besondere Features und Fertigkeiten sichern, die eigentlich erst nach vielen Stunden des intensiven Spielens zu erreichen gewesen wären. Diese finanzielle Abkürzung widerstrebt einerseits den Spielern, die viel Zeit investierten, um sich im Spiel eine gute Position zu sichern. Auf der anderen Seite ruft sie Verbraucherschützer auf den Plan. Denn häufig formen Jugendliche die Zielgruppe der Unternehmen, die sich sehr leicht durch den Reiz des Spiels zu neuen Investitionen hinreißen lassen. So kommt es nicht selten vor, dass sie auf diese Weise bereit sind, den mehrfachen Kaufpreis in In-Game-Käufe zu investieren.

Nächster Schritt VR?

burst.shopify.com / Virutal Reality

Nach der Meinung vieler Experten könnte die Virtual Reality dem gemeinsamen Spiel im Multiplayer noch eine weitere Dimension verleihen. Während es bislang nur durch das Drücken von Knöpfen möglich ist, mit den anderen Nutzern zu interagieren, würde sich diese Angelegenheit schnell auf ein sehr realistisches Niveau heben. Damit ist für die Entwickler wiederum die Chance verbunden, neue Welten zu erschaffen, die noch reicher an Details sind, als dies bislang der Fall war. Die Anhänger der Szene dürfen deshalb gespannt sein, welche neuen Schritte schon bald von den Verantwortlichen publik gemacht werden und der Spielwelt ein neues Gesicht verleihen.

Man darf gespannt sein wie es weitergehen wird.

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